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BeitragVerfasst: 21.04.2006, 09:45 
Wo ich das hier lese mit KATANA, hier mal ein paar Daten die man selber mal eingestellt hat.

Fahren mir K & N Filtern hier ein Paar Daten

Motor GSX-R 1100 mit K& N Filtern
Hauptdüsen 160
Leerlaufdüsen orig.
Nadelstellung 3 Kerbe von oben
Leerlaufgemischschrauben 2 -2,5 Umdrehungen raus
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GSX1100E mit K+N-Doppelfilter
142,5er Hauptdüsen
Leerlaufdüsen orig
2,,5 Loch im Schieber
Nadelstellung Mitte
Leerlaufschrauben 3 Umdrehungen raus
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SUZUKI 1200 Bandit mit Delo Filtern
Hauptdüsen 150
Leerlaufdüsen orig.
Nadelstellung vorletzte von unten
2,2 Loch im Schieber
Leerlaufgemischschrauben 2,5 - 3,0 Umdrehungen raus
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SUZUKI GSX 1100 S mit K&N Filtern
Hauptdüsen 155
Leerlaufdüsen orig.
Düsennadel auf bei der vorletzten Kerbe gestuft
2,2 Loch im Schieber
Leerlaufgemischschrauben 3 Umdrehungen raus
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HONDA CBR ( SC28 ) mit K&N Tauschfilter und Brüllrohr
Bedüsung : 124er aussen, und 126er Hauptdüsen innen
Leerlaufdüsen orig.
Düsennadel 3. Kerbe von oben,
Leerlaufgemischschrauben 2 - 2,5 Umdrehungen raus
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SUZUKI Gsx-R 1100 Bj 92
36er Mikuni Gleichdruckvergaser mit K & N Filter
Schüle 4-2-1 Racing
Hauptdüsen 125
Leerlaufdüsen orig.
Nadeln auf Raste 4 (Wenn 1 die Oberste ist...)
Leerlaufgemischschrauben 1 - 1,5 Umdrehungen raus
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SUZUKI Katana GSX 1100
Mikuni, Typ BS 34 SS mit K & N Filtern
Hauptdüsen 140
Leerlaufdüsen 55
Nadelstellung Mitte
2,8Loch im Schieber
Leerlaufgemischschrauben 2 - 2,5 Umdrehungen raus
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SUZUKI Katana GSX 1100
Mikuni, Typ BS 34 SS mit K & N Filtern
Hauptdüsen 140
Leerlaufdüsen 60,5
Nadelstellung vorletzte von unten
2,5Loch im Schieber
Leerlaufgemischschrauben 2 - 2,5 Umdrehungen raus
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SUZUKI 1200 Bandit mit K & N Filtern
Hauptdüsen 145
Leerlaufdüsen 60
Nadelstellung vorletzte von unten
2,5 Loch im Schieber
Leerlaufgemischschrauben 2,0 - 2,5 Umdrehungen raus
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SUZUKI GS 750
Mikuni VM 26 SS und K & N Filter
Nadelstellung vorletzte von unten
Hauptdüsen 120
Leeraufdüsen 27,5
Leerlaufgemischschrauben nach Colortune Eingestellt
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SUZUKI GS 750 aufgemacht auf 850 ccm
Mikuni RS 34 (Flachschieber) und Trichter
Nadelstellung Mitte
Hauptdüsen 120
Leeraufdüsen 17,5
Leerlaufgemischschrauben nach Colortune Eingestellt
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SUZUKI GS 750
Mikuni RS 34 (Flachschieber) und K & N Filter
Nadelstellung Mitte
Hauptdüsen 117,5
Leeraufdüsen 17
Leerlaufgemischschrauben nach Colortune Eingestellt
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SUZUKI GSX-R 1100
36er Mikuni Gleichdruckvergaser mit K & N Filter
Hauptdüsen 130
Leerlaufdüsen 17,5
Nadeln Mitte
2,0 Loch im Schieber
Leerlaufgemischschrauben 1 - 1,5 Umdrehungen raus

SUZUKI Katana GSX 1100
Mikuni, Typ RS 36 (Flachschieber) mit K & N Filtern
Hauptdüsen 117,5
Leerlaufdüsen 18
Nadelstellung Mitte
Leerlaufgemischschrauben 2 - 2,5 Umdrehungen raus

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So jetzt kommen Texte von Topham


Schieber hängen im Standgas

-Federn auf Stufe 3 Stelle
-Kontrollieren ob die Schieber auf der Welle Spiel haben, da zu Deckel abbauen und Vollgas
Geben jetzt an den Schiebergestänge wackeln, ist Spiel zu spüren austauschen.
-Zylinder 1und 4 verbinden und Zylinder 2und 3 verbinden.
-CO2 auf 3% Einstellen 1,5-2 Umdrehungen rausschrauben die Gemischschraube.



Vergasereinstellung

Grundsätzlich sollte für eine Anpassung der Vergasereinstellung sichergestellt sein, dass die Zündung einwandfrei funktioniert und der Einlass und der Auslass luftdicht sind. Zusätzlich sollten Luftfilter und Auspuff in einem guten Zustand sein, die Ventile dicht und das Ventilspiel korrekt eingestellt. Außerdem muss die Tankentlüftung frei sein und der Benzinhahn und ggf. der Benzinfilter einen ausreichenden Durchfluss gewährleisten. Es ist sinnvoll, eine neue Zündkerze zu verwenden. Die meisten Symptome, die uns veranlassen können, eine Anpassung der Vergasereinstellung vorzunehmen, können auch Ursachen haben, die nicht im Vergaser liegen. So wird z.B. ein undichter Auspuff das sog. Auspuffpatchen verursachen oder eine defekte Zündung dafür sorgen, dass der Motor im Leerlauf abstirbt.

Je nach Ausstattung des Vergasers sind verschiedene Komponenten für die Abstimmung ausschlaggebend. Die meisten Vergaser verfügen über ein Leerlaufsystem, einen Schieber mit Düsennadel, Nadeldüse sowie eine Hauptdüse und verwenden eine Schwimmerkammer, in der ein Schwimmer den Benzinstand regelt. Diese Anleitung behandelt schwerpunktmäßig die vorgenannten Komponenten, Andere, wie z.B. Beschleunigerpumpe, Membranen, usw., werden lediglich am Rande erwähnt.
Oft wird bei einer Umbedüsung des Vergasers nur die Hauptdüse gewechselt. Doch die Wirkungssysteme eines Vergasers sind wesentlich differenzierter zu betrachten, will man eine gute Abstimmung erreichen. Die einzelnen Wirkungssysteme lassen sich sehr gut anhand der Abbildung erläutern.

Das Leerlaufsystem besteht hauptsächlich aus Schwimmerstand, Leerlaufdüse und Leerlaufgemisch-Regulierschraube. Doch auch die Luftdüse beeinflusst dieses System. Diese kann bei Abstimmungsarbeiten jedoch vernachlässigt werden. Wenn Sie das Gemisch des Leerlaufsystems (bis 1/4 Last wirksam!) verändern wollen, ändern Sie zunächst die Einstellung der Leerlaufgemisch-Regulierschraube.
Achtung: Je nach Vergasertyp ändern Sie den Luft- oder den Kraftstoffdurchsatz. Reicht der Verstellbereich der Leerlaufgemisch-Regulierschraube nicht aus, so wechseln Sie die Leerlaufdüse.

Der Gasschieber beeinflusst durch die unterschiedliche Höhe seiner Kanten (vorne / hinten) die einströmende Luftmenge und den Übergang vom Leerlaufsystem zum Teillastbereich.

Die Nadeldüse (auch Düsenstock oder Emulsions-Rohr genannt) und die Düsennadel regeln die Gemischzusammensetzung im Teillastbereich. Die Düsennadel wird von einem Clip in Position gehalten. Dieser Clip sitzt in einer Nut. Je nach Ausführung hat die Düsennadel 3-6 Nuten. Die oberste Nut (am dicken Ende) wird als Nut Nummer 1, die unterste Nut z.B. als Nummer 5 bezeichnet. Soll das Gemisch abgemagert werden, setzt man den Clip in eine höhere Nut (z.B. von Nut 3 auf Nut 2 oder 1).

Die Hauptdüse setzt, je nach Beschaffenheit von Düsennadel und Düsenstock, frühestens ab 3/5-Schieberöffnung ein.


Abhängigkeit der einzelnen Abstimmungskomponenten im Verhältnis zur Gasschieberstellung



Um eine maximale Leistungsausbeute und ein exaktes Ansprechverhalten zu realisieren, muss man die einzelnen Lastbereiche des Motors unterschiedlich abstimmen. Um die Gemischzusammensetzung zu definieren, wurde die Luftzahl Lambda eingeführt. Ottomotoren werden im Bereich eines stöchimetrischen Mischungsverhältnisses (Lambda = 1) betrieben. Das Mischungsverhältnis beträgt dort 14,5 Teile Luft zu einem Teil Kraftstoff.

Bei Luftmangel (Lambda < 1) steigen die Ruß-, CO-und HC-Emissionen. Der Motor gibt sein maximales Drehmoment bei ungefähr Lambda = 0,9 ab, deshalb wird bei Volllast üblicherweise diese Einstellung gewählt. Bei luftgekühlten Motoren wird Lambda oft noch kleiner gewählt, um eine maximale Innenkühlung und damit maximale Haltbarkeit bei geringfügigem Leistungsverlust zu erreichen. Für günstigsten Kraftstoffverbrauch stellt man Lambda=1,1 ein. Diese Einstellung gilt aber nur für den Teillastbereich! Dort erreicht man mit dieser Einstellung auch das beste - das exakteste - Ansprechverhalten. Im Leerlauf werden Luftzahlen von Lambda = 0,9 bis 1,05 gewählt.

Im Schiebebetrieb muss die Verbrennung häufig durch Anfetten (Lambda = 0,9) wegen zu hohen Saugrohrunterdrucks (im Ansaugkanal) sichergestellt werden. Ist das Gemisch im Schiebebetrieb zu mager, knallt und sprotzt es beim Austritt aus dem Endschalldämpfer (= "Auspuffpatschen"). Meist enthalten die Abgase noch unverbrannte Benzindämpfe, jedoch keinen Sauerstoff. Ist das Gemisch (z.B. im Schiebebetrieb) zu mager, bleibt zusätzlich zu den Benzindämpfen noch Sauerstoff unverbrannt im Abgas. Es kommt dann am heißen Auspuff zu Verpuffungen, dem sog. Auspuffpatschen.



Vergasereinstellung in vier Schritten:
Die Vergasereinstellung sollte bei dem Leerlaufsystem und den unteren Drehzahlenbereichen begonnen werden, da diese Einstellungen für das Anspringverhalten und die Warmfahrphase des Motors entscheidend sind. Erst wenn diese Einstellungen zumindest zufriedenstellend sind, sollten die höheren Drehzahlenbereiche abgestimmt werden, da hierfür ein warmer Motor Voraussetzung ist.
Wichtig: Für die Abstimmungsarbeiten sollte, soweit möglich, zunächst die Beschleunigerpumpe deaktiviert werden, weil es sein kann, dass die Pumpe eine Abstimmung erschwert.

Der Schwimmerstand sollte vor jeder Einstellarbeit geprüft und ggf. korrekt eingestellt werden.

Es ist sehr wichtig, immer nur eine Komponente zu ändern, und die Änderung dann sofort zu testen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Änderung auch den gewünschten Effekt hatte. Zusätzlich sollte in kleinen Schritten vorgegangen werden, um die ideale Einstellung auch wirklich zu treffen. Es ist sinnvoll, die Änderungen zu protokollieren.


Schritt 1: Leerlauf und unterer Lastbereich
Die Einstellung der Leerlauf-Luft-Regulierschraube bzw. Leerlauf-Benzin-Regulierschraube (modellabhängig, entweder wird die Luft- oder Benzinmenge eingestellt) wird folgendermaßen vorgenommen:

Im betriebswarmen Zustand die Leerlaufregulierschraube bis zum Anschlag eindrehen (Achtung: nicht zu fest, Spitze kann abbrechen) und dann so weit herausdrehen, bis der Motor die höchstmögliche Leerlaufdrehzahl erreicht hat. Von diesem Punkt aus die Regulierschraube eine Viertel-Umdrehung in Richtung fett drehen. Erreicht man mit der Regulierschraube keine Drehzahländerung (ca. 50-100 U/min), so ist die Leerlaufdüse falsch gewählt.

Läuft der Motor im Leerlauf unruhig und schwankt er zwischen plötzlichem Abfall und darauf folgendem Anstieg, so ist das Leerlaufsystem zu fett eingestellt. Bringt das Einstellen der Leerlaufregulierschraube (in 1/2 Umdrehungs-Schritten) in Richtung mager keine Besserung, ist die Größe der Leerlaufdüse nicht korrekt.

Hängt die Drehzahl nach einem kurzen Gasstoß deutlich über Leerlaufdrehzahl fest und sinkt erst verzögert auf die Leerlaufdrehzahl von maximal 1000 U/min zurück, so ist das Leerlaufsystem zu mager eingestellt. Achtung: in der Praxis verursachen meist undichte Ansaugsysteme diesen Fehler (z.B. ein undichter Ansaugstutzen).
Tipp: Die Dichtigkeit des Systems kann durch vorsichtiges (Brandgefahr!) Besprühen des Ansaugsystems mit Bremsenreiniger getestet werden. Erhöht sich hierbei die Drehzahl, liegt eine Undichtigkeit vor. Nach diesem Test alle Gummiteile mit Kunststoffpflege vor dem Austrocknen schützen sowie blanke Aluteile reinigen.

Ein weiterer Test ist die Kontrolle im zweiten Gang bei ca. 3000 U/min, hier sollte bei wenig geöffnetem Gashahn möglichst ruckelfreier Lauf erreicht werden.

Die Einstellung der Regulierschraube, die Schwimmerhöhe und die Leerlaufdüse sind die wichtigsten Komponenten im Bereich Schiebe- und Lastbetrieb im Wechsel bis 4000 U/min. Mit einer größeren Leerlaufdüse kann ein eventuelles Auspuffpatschen (hart, trocken) beim Übergang vom Last- in den Schiebebetrieb ausgeglichen werden. Die optimale Größe der Leerlaufdüse wird jedoch meist durch die korrekte Einstellung der Leerlaufregulierschraube gefunden.

Probleme im unteren Lastbereich und erhöhter Benzinverbrauch können auch von verschlissenen Düsennadeln und Nadeldüsen verursacht werden. Diese Teile sollten mit großer Sorgfalt geprüft werden.
Auch im Bereich hoher Drehzahlen und wenig geöffnetem Gashahn ist die Einstellung der Leerlaufregulierschraube und die Größe der Leerlaufdüse relevant. Ist die Einstellung des Leerlaufsystems zu fett, verstärken sich die Probleme mit steigender Motortemperatur. Ist die Einstellung des Leerlaufsystems zu mager, verringern sich die Probleme mit steigender Motortemperatur. Beobachtet werden kann dieses Phänomen z.B. bei Konstantfahrt mit leicht geöffnetem Gashahn.

Aufgrund des hohen Unterdrucks im Saugrohr des Vergasers im Schiebebetrieb (Schieber ist geschlossen, Motor dreht jedoch noch höher als Leerlaufdrehzahl), magert das Gemisch ab. Um dieses Phänomen auszugleichen, verfügen viele Vergaser über eine unterdruckgesteuerte Gemischanreicherung. Kommt es im Schiebebetrieb zum Auspuffpatschen, sollte die Membran der Gemischanreicherung (AirCut-Ventil) überprüft werden. Ist diese Membran defekt, kann die Gemischanreicherung nicht korrekt funktionieren.

Schritt 2: Volllastbereich (3/4 Lastbereich - 4/4 Lastbereich [roter Bereich])
Ziel: Optimale Hauptdüse herausfinden, bevor mit dem nächsten Schritt begonnen werden kann.

Um die größtmögliche Top-Leistung zu erreichen, wählt man die Hauptdüse, mit der die maximale Endgeschwindigkeit erreicht wird bzw. die beste Beschleunigung im Bereich über 3/4 Last erreicht.

- wenn das Motorrad im kalten Zustand bei hohen Drehzahlen besser beschleunigt als im warmen Zustand, ist die Hauptdüse zu groß. Die Hauptdüse schrittweise verkleinern und den Test wiederholen (Maschine auch tatsächlich abkühlen lassen).

- wenn das Motorrad im kalten Zustand bei hohen Drehzahlen nicht gut beschleunigt/läuft und auch mit zunehmender Motortemperatur kaum Besserung eintritt, ist die Hauptdüse zu klein!
Achtung: Gefahr von Motorschäden durch Überhitzung.

Die Hauptdüse sollte zuerst über einen Zeitraum von max. 30 Sekunden Volllast getestet werden. Ist ein zu starkes Abmagern des Motors ausgeschlossen, kann der Test über einen Zeitraum von 10-15 Minuten bei hoher Beanspruchung erfolgen. Den anderen Lastbereichen (< 3/4 Last) sollte während dieser Phase keine Bedeutung zukommen.

Mit dem nächsten Schritt kann sinnvollerweise erst dann begonnen werden, wenn die optimale Hauptdüse ermittelt wurde. Anderenfalls wird die gesamte noch folgende Abstimmungsarbeit verfälscht.


Schritt 3: Teillastbereich (1/4 - 3/4 Lastbereich)
Um in diesem Lastbereich optimale Leistung, Beschleunigung und Ansprechverhalten zu erreichen, ist die korrekte Wahl der Hauptdüse unerlässlich. Wird in diesem Stadium mit einer falschen Hauptdüse die Position der Düsennadel verändert, ist eine gute Balance zwischen Leistung und Ansprechverhalten nicht zu erreichen. Ist die Hauptdüse korrekt gewählt, geht es folgendermaßen weiter:

- wenn das Motorrad beim Gasaufreißen (Start bei unter 3000 U/min) im kalten Zustand gut beschleunigt und ohne viel Ruckeln Gas annimmt, im betriebswarmen Zustand jedoch schlechter läuft, ist der Teillastbereich zu fett. Die Düsennadel sollte eine Position tiefer gehängt werden (z.B. von Nut 3 auf 2, siehe hierzu den vierten Absatz).

- wenn das Motorrad im warmen Zustand besser läuft, aber im 3/4 Lastbereich noch nicht zufriedenstellend läuft, sollte die Düsennadel eine Position höher gehängt werden, um den Übergang Düsennadel zu Hauptdüse zu verbessern.

- läuft das Motorrad im 3/4 Lastbereich sowohl im kalten als auch im warmen Zustand zufriedenstellend, kann man von einer korrekten Position der Düsennadel ausgehen.


Schritt 4: Feinabstimmung
Erst wenn nach diesen vier Schritten der Vergaser eine korrekte Grundabstimmung hat, sollte mit der Einstellung einer ggf. vorhandenen Beschleunigerpumpe (z.B. Mikuni TM-Serie) experimentiert werden. Eingestellt werden kann hier meist der Start-Zeitpunkt und die Länge des Einspritzvorgangs. Ziel dieser Einstellung ist es, das Ansprechverhalten und die Beschleunigung zu verbessern. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Motorrad möglichst prompt auf Veränderungen der Gasgriffstellung reagiert und ohne "Löcher" und Ruckeln beschleunigt.


Dieser Text stammt eigentlich auch von ihn, aber den findet man so gut umgeschrieben das sich schon Fremde Leute mit Federn schmücken (Luschen).
Jedenfalls schön lesen :wink: :wink:


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BeitragVerfasst: 21.04.2006, 11:57 
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RundUmDieUhrPoster
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Registriert: 01.11.2004, 09:37
Beiträge: 385
Wohnort: Frankfurt
Danke Motorbox,

für mich persönlich die beste Antwort....werde es ausdrucken und in
das Rep-Buch mitdazulegen, nice weekend!

_________________
Gruss Roland
Kawasaki Z1000A2/Z1000 ST/Suzuki GSX1400/GPZ1100B1/Z1000A1
Treffpunkt jeden ersten Dienstag wechselnde Location, einfach mal melden


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BeitragVerfasst: 21.04.2006, 18:58 
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MeisterSchreiber

Registriert: 28.09.2004, 15:52
Beiträge: 561
Wohnort: Braunschweig
[quote="Heinz"]Is garnicht klar:
...bricht der Luftstrom zusammen .......
Warum soll er denn das machen ?

DAS ist doch bloss auch so eine blah-blah Antwort , die kommt, wenn man nicht wirklich weiss, woran es liegt, wirklich .....


Wie sagte Dieter Nuhr mal so schön:
Wer keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.
In diesem Sinne: Was Du anderen nicht müde wirst zu empfehlen, solltest Du an erster Stelle auch für Dich gelten lassen.



Gruß Holgi


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BeitragVerfasst: 21.04.2006, 20:17 
Ja ja unser Holgi :lol: :lol: :lol: Hart aber direkt oder besser gesagt, immer Gerade aus.


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BeitragVerfasst: 22.04.2006, 09:44 
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Moderator
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Registriert: 15.09.2004, 20:04
Beiträge: 6037
Wohnort: Peine / Edemissen 31234
Is so!
Scheint aber immer wieder ein Thema zu sein, diese Gasfabrik hat es in sich und wer das verstehen will muss schon ein bischen physikalisches Grundwissen mitbringen.

_________________
Moin-moin
ULF

Ich habe mit Frankensteins Tochter getanzt!
http://www.z-stammtisch-hannover.de


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BeitragVerfasst: 22.04.2006, 09:57 
ULF hat geschrieben:
Is so!
Scheint aber immer wieder ein Thema zu sein, diese Gasfabrik hat es in sich und wer das verstehen will muss schon ein bischen physikalisches Grundwissen mitbringen.

Würde mal sagen Ulf, du hast den Nagel auf den Kopf getroffen.
Selbst wenn du das mitbringst das wissen, gibt es immer noch tricks die man nicht weiß.
Die Erzählt dan Stepfen Topham wenn man Freundlich fragt :wink:


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BeitragVerfasst: 23.04.2006, 20:38 
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JahrhundertPoster

Registriert: 15.09.2004, 12:20
Beiträge: 2349
Wohnort: Bad Bentheim
die grundvorraussetzung aller fummeleien ist erstmal, zu wissen, was überhaupt passiert, wenn ich den gashahn aufziehe. die wenigsten wissen dies leider, daher wird die sache auch zu 99% falsch angegegangen.

zunächst mal muss man sich im klaren sein, dass der vergaser auf den motor reagiert und nicht umgekehrt. was ich einzig und allein mit der gashand mache, ist, die vorrausetzung zu schaffen dafür, was der motor will. dann kann ich noch beeinflussen, die vorraussetzung so zu schaffen, dass der motor sanft und ruckelfrei seine beste leistung abgeben kann, indem ich zig tausende von düsen und nadelkombinationen zur verfügung stellen kann.
aber es ist und bleibt immer ein kompromiss aus alltagstauglichkeit, da ein vergaser relativ anfällig auf atmosphärische gegebenheiten reagiert. also versucht man, eine in allen lebenslagen abrufbare und brauchbare kombination zu finden.

lange rede kurzer sinn, die meisten vergaserprobleme sind motorenprobleme. sicherlich sind einige veränderungen denkbar, die eine gewissen mehrleistung bringen, da die hersteller auch andere richtlinien einhalten müssen, als wir schrauber. denn bei denen wird ein fahrzeug erst straßenzugelassen, wenn tausend werte eingehalten werden. die kann man mit etwas fummeln sicher etwas umgehen. mehr nicht.

roll on!
amir


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